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Porträt

BBIW#21 // Potsdamer Mitte neu denken

Öffentlicher Raum Gesellschaft

von Claudia Dube - 16 Januar 2017

Die Initiative Potsdamer Mitte neu denken hat in 2016 ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, um das Thema Stadtplanung zu einem öffentlichen zu machen. Wir trafen Frauke und André von der Initiative stilecht im Gebäude der FH Potsdam, welches auch symbolisch dafür steht, um was es der Initiative geht.

Eine Stadt für die Zukunft clever zu planen, sich an den Bedürfnissen der Bürger und kommender Generationen zu orientieren, Wohnraum zu schaffen, der bezahlbar ist und bleiben wird, das ist zugegebenermaßen eine große Aufgabe. Aber keine unlösbare, wenn man sich an den Bedürfnissen, der Menschen orientiert, die in dieser Stadt leben. Das fordert die Initiative Potsdamer Mitte neu denken. Kein Ausverkauf der Stadtmitte unter der Fragestellung: Wem gehört die Stadt?

Diese Fragestellung treibt die Potsdamer schon eine ganze Weile um. Vor der Initiative gab es schon eine andere, die sich gegen die Stadtplanung von oben zur Wehr setzen wollte. Wie Frauke vom Bündnis uns erzählt schlief das etwas ein und wurde erst wieder zum großen Thema als die Initiative auf André Tomczak traf, der sich in seiner Magisterarbeit mit der Rekonstruktion des Stadtschlosses und dessen Auswirkungen auf die Stadtmitte befasste. Daraufhin aufbauend setzt sich die Initiative nun stark für den Erhalt von Gebäuden ein, die die Geschichte der Stadt abbilden. Es wird betont, dass sich gerade in der Stadtmitte ein interessanter Dialog vieler Zeitabschnitte ablesen lässt. Und die Geschichte der DDR gehört eben auch dazu.

17.000 unterzeichnende Potsdamer teilen diese Ansicht. Mit dem Beschluss der Stadt das Stadtbild Potsdams wieder dem von 1945 anzunähern, ist der Abriss von der Substanz her völlig intakter Gebäude beschlossen worden. Da für den Abriss öffentliche Gelder eingesetzt werden, sollte die Öffentlichkeit jedoch auch zu Sinn und Unsinn dieser Maßnahme befragt werden. Das Bürgerbegehren wurde zunächst wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen. In 2017 wird es noch einmal spannend werden, da die Initiative nun klagt und der Bürgerentscheid so eventuell doch noch durchgeführt werden kann.

Die Initiative hat einen Gegenentwurf für die Stadtplanung vorgelegt, der unter geringeren Kosten einen Umbau des FH-Gebäudes vorsieht. Das Haus der Gegenwart mit Räumen für Künstler, Freischaffende, Vereine und vielem mehr, könnte die Stadtmitte noch einmal ganz neu beleben. So hätte Potsdams Mitte nicht nur optisch repräsentativen Charakter, sondern könnte auch ein tatsächlicher Begegnungsort werden. Auch die Beteiligung der Bürger an der Stadtplanung hätte Modellcharakter und die Frage „Wem gehört die Stadt?“ eine starke Antwort.

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