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Einfach. Jetzt. Machen! Beim „Training for Transition“ in Eberswalde vom 16.-18. September

von Lena A
Themen Transition Town Nachbarschaft Gesellschaft DIY Bildung
31 August 2016

Sein Konsumverhalten ändern, globale Erwärmung stoppen, die Wirtschaft retten und die Grinsekatze machen? Dafür gibt es ein Mittel und das kommt nicht aus der Pharmazie. Transition ist ein energiegeladener Begriff und genau darum geht’s. Wo liegt das „Wir“ in unserer Wirtschaft? Beim „Training for Transition“ Grundzüge und Ansätze der internationalen Transition-Bewegung kennenlernen und den Werkzeugkasten für den Wandel füttern. Eine Anleitung zum Optimismus durch die Befreiung vom Öl.

„Ich erinnere mich noch sehr gut daran, damals, war ich nur ein Kind“. Und dann pirschen sich diese Fragen an. Diese Begriffe, die der kindlichen Unschuld widersprechen und die Frustration frisst die Gerhirnspaghetti so schnell wie die Nachkommenschaft Miracoli. Klimawandel, globale Erwärmung und Peak Oil bringen den Kopf zum Explodieren und du versinkst in einem schwarzen Loch, wobei wir noch nicht mal wissen, ob es diesen schwarzen Mann im Fledermausanzug auch im All gibt, der uns da rausholen kann.

Kurz mal Klippo: Oldschool-mäßig beim Kassettenrekorder auf Rewind gedrückt und wir speisen unsere Energiesysteme mit der Sonne statt mit Öl, die ist vorher wie nachher unveränderlich verstrahlt, die regionale Wirtschaft genießt zahlungsfreudige Kunden und wir besitzen alle unsere kleine Farm, die noch viel schöner ist, als Playmobil sie jemals hätte in Plastik verschmelzen können. Im Film „In Transition 1.0“ sitzen Erwachsene entspannt am Trommeln und Kinder erklären, weshalb Öl uns unglücklich macht, aber sind irgendwie gar nicht traurig. Klingt komisch, ist aber so und vielleicht gar nicht so weit weg von dir, wie du glaubst.

„It’s not a talking Shop“, Transition ist eine praktische Sache, die Angst in positive Schwingungen transformiert. Im zweieinhalb-tägigen Workshop „Training für Transition“, der in Eberswalde zu Gast bei WandelBar Premiere für Brandenburg feiert, geht es um Visions- und Partizipationsmethoden, Gruppenmoderation und Tiefenökologie nach Joanna Macy. Benzin, Asphalt, Landwirtschaft, Plastik: all dafür verbrauchen wir Öl. Aber so richtig brauchen? Tatsache ist, dass wir uns in einer starken Abhängigkeit zu Öl befinden und das Öl, wie die Haare der Barbiepuppe beim Friseurtermin, leider immer knapper wird und nicht nachwächst.

Dem wird beim Training for Transition Abhilfe geschaffen: „Werkzeuge des Wandels I: Mut und Kräfte sammeln für den Start“, leiten geschulte Trainerinnen aus verschiedenen Transition-Initiativen. Sie bedienen sich einer „Permakultur für Städte und Gemeinschaften“, sowie Ansätzen der Systemtheorie, um die postfossile Ära einzuleiten, das heißt den Gebrauch von Öl zu reduzieren und stattdessen Solarenergie zu verwenden. Dadurch erwartet uns alle statt Klima- und Wirtschaftskrise ein gutes Leben; wir müssen es eben nur in die Hand nehmen. Es gibt keine Transition-Initiative in deiner Umgebung? Ist doch kein Problem, starte einfach eine! Der Workshop im Rahmen der Wandelwoche 2016 verbindet „naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen“ und lehrt Teilnehmer*innen, der Routine zu trotzen und den Wandel ins Rollen zu bringen.

In England zum Beispiel kommt die Hälfte des Gemüses und 95% der Früchte von Übersee. Absurd, nicht? Knoblauch aus China? Macht doch irgendwie wenig Sinn, wenn es aus deinem Garten kommen kann. Aber ich muss doch arbeiten gehen und meine Eltern sind in der Dienstleistung und keine Gärtner, mögest du einwerfen. Keine Sorge, es gibt andere Wege, einen grünen Daumen zu kultivieren und durch Arbeitsteilung Wege zu finden, an verschiedenen Initiativen teilzuhaben. Training for Transition ist gewissermaßen eine Ausbildung zur Autarkie. In der Landwirtschaft zum Beispiel ist „land sharing“ ein beliebtes Konzept, nach dem Nachbarschaften Anbauflächen gemeinsam beackern und Wissen austauschen.

Der Ooooby Store ist ein soziales Unternehmen aus Weiheke, Neuseeland und ein Beispiel von „In Transition 1.0“. Ein sozialer Raum auf der Fläche eines Gartencenters, der gleichzeitig ein Bildungsort und Garten für Nutzpflanzen ist. Ooooby Ooooby...flötet so vor sich hin und die Kinder schwingen an lianenartigen Baumarmen umher, als gäbe es kein Morgen. Ooooby, nicht zu verwechseln mit Boogie Woogie, steht für „Out of our own backyard“ (aus unserem eigenen Hinterhof) und verkörpert ein einfaches Konzept des Teilens, das eine Gemeinschaft entstehen lässt und dafür sorgt, dass gutes Essen für alle auf den Tisch kommt.

Schmeißt das Antidepressivum aus dem Fenster, pumpt das Vitamin D durch die Rohre! Die Transition-Bewegung hat, laut ihren Mistreiter*innen, einen Platz für jede*n.

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